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Gartenpflege Wisli für Unternehmen und Privatpersonen
Für einen schönen Rasen

Gartenpflege Tipps

Die Stiftung Wisli veröffentlicht hier regelmässig praktische Tipps, für die Gartenpflege. Mit dem Ziel, viel Natur und Biodiversität zurück in die Privatgärten zu bringen. Er erfahren Sie Wissenswertes von unseren Profis. 

 

Gartenpflege Tipp #4: Fremdlinge entfernen

Wenn im Sommer die Wiesen blühen, dann ist ein idealer Zeitpunkt, um im Garten nach invasiven Neophyten Ausschau zu halten. Die aus dem Ausland eingeschleppten Pflanzenarten können durch ungehindertes Wachstum hiesige Gewächse verdrängen und dadurch die Biodiversität negativ beeinflussen. Pflanzen wie die kanadische Goldrute, das allgemeine Berufskraut, das drüsige Springkraut oder das schmalblättrige Greiskraut können zudem Krankheiten einschleppen, Allergien auslösen und die Infrastruktur beschädigen.

Deshalb sollten invasive Neophyten während der Blüte und vor dem Versamen aus der Erde ausgestochen werden. Mähen hilft nichts, da sie wieder nachwachsen. «Wir machen die Gartenbesitzer auf die invasiven Neophyten aufmerksam und entfernen sie mitsamt der Wurzel» erklärt Paul Wettstein, Teamleiter Gartenunterhalt der Stiftung Wisli. «Die Arbeit ist für unsere Teilnehmenden sehr befriedigend, da sie heimische Pflanzen schützen können» ergänzt der Gartenfachmann. Vielen ist unbekannt, dass auch Sträucher wie Kirschlorbeer und Sommerflieder zu den invasiven Neophyten zählen und der hiesigen Artenvielfalt schaden. Sie werden immer noch in Gartencentern zum Verkauf angeboten.

 

Gartenpflege Tipp #3: Wellness für Ihren Rasen

Wer im Sommer einen gepflegten Rasen haben möchte, sollte jetzt aktiv werden. März und April sind die richtigen Monate, um Grünflächen in Schwung zu bringen. Fangen Sie mit Vertikutieren an. Ob maschinell oder von Hand spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass Sie Moos und alte Rasenreste sowie Unkräuter aus dem Rasen herausrechen. Danach werden die Grünflächen gedüngt – nach Möglichkeit mit einem biologischen Langzeitdünger. Zu guter Letzt können Sie die Stellen, wo kein Gras mehr wächst, nachsäen. Paul Wettstein, Teamleiter Gartenunterhalt, erklärt dazu: «Man sollte die Erde auflockern, Rasensamen ausstreuen und dann Rasenerde ca. 2 – 5 Millimeter fein darübergeben. Danach den Rasen wässern, und zwar die nachgesäten wie auch alle anderen trockenen  Stellen.» Bei Trockenheit sollten Sie regelmässig alle 2 – 3 Tage wässern. Damit tun Sie Ihrem Rasen viel Gutes.

 

Gartenpflege Tipp #2: Unordnung ertragen

Wir empfehlen Ihnen, Blütenstauden und Blumen über den Winter stehen zu lassen. Für die Biodiversität tun Sie damit viel Sinnvolles: Vögel finden durch die Samen einfacher Nahrung, Insekten in den Pflanzenstängeln Unterschlupf und Igel Material für ihren Nestbau. Natürlich haben wir häufig den Drang, aufzuräumen und setzen uns zum Ziel, dass alles schön aussieht. Haben Sie den Mut, dem entgegenzuwirken! Ausserdem sind die Pflanzen ungeschnitten besser vor Frost und Kälte geschützt.  
Kürzlich habe ich mich über einen Igel im Garten einer Bekannten gefreut. Sie hat es ihm ermöglicht, einen Lebensraum zu finden. Mit solch einem Bild vor Augen fällt es doch leicht, die Pflanzen erst im Frühling zurückzuschneiden.

Dieser Text wurde von Michaela Pape, Teilnehmerin Bürocenter Bülach, We-Care-Arbeitsintegration, Stiftung Wisli, verfasst.

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Gartenpflege Tipp #1: Blumenwiese im Spätsommer säen

Wer einen eigenen Garten hat, kann mit wenig Aufwand viel zur Artenvielfalt beitragen. Eine Blumenwiese – und sei sie noch so klein – erfreut das Gärtnerauge und zahlreiche Tiere wie Wildbienen, Schmetterlinge, Igel oder Vögel gleich mit. Säen Sie jetzt im Spätsommer Wildblumensamen an und wässern Sie sie gut. Die Wiese benötigt keinen Dünger. Da Wildblumen etwas Zeit zum Wachsen benötigen, können Sie das Resultat Ihrer Arbeit im nächsten Frühling bewundern. Eine Wildblumenwiese ist pflegeleicht und muss je nach Standort nur ein- bis zweimal pro Jahr gemäht werden. Die Blumen wachsen übrigens auch im Topf auf dem Balkon. Samen erhalten Sie im Gartencenter.