otwa, Präsident Stiftungsrat

Innovative Ansätze in der Sozialpsychiatrie – neue Wege und Blickwinkel

Online Symposium zu Ehren von Dr. med. Otmar Wäger, 12. Mai 2021, 11.30 - 13.00 Uhr

 

Dr. med. Otmar Wäger - rechts im Bild - ist ein Pionier und Visionär. Er setzt sich seit 40 Jahren für eine eigenverantwortliche Lebensgestaltung von psychisch beeinträchtigten Menschen ein. So zählt der Facharzt für Psychiatrie zu den Mitbegründern der Stiftung Wisli, welche 1984 als «VSPZU» ins Leben gerufen wurde. Ende 2020 übergab er das Präsidium der Stiftung nach 22 Jahren an seinen Nachfolger Mark A. Wisskirchen. Die Stiftung Wisli bedankte sich bei Dr. Wäger mit nachfolgendem Symposium vom 12. Mai 2021 für sein langjähriges Engagement.

 

 

Das Programm

  • Moderation Martin Bieber, Geschäftsführer Stiftung Wisli

 

Weiterführende Links und Literatur zu den Referaten:

  • Hoff P.: Was darf die Psychotherapie, Zytglogge 2014
  • Sedmak C., Babic B., Bauer R.: Der Capability-Approachin sozialwissenschaftlichen Kontexten. Posch(2011)
  • Canonica A.: Referat, Fachtagung Arbeitsintegration HSLU-SA (2019)
  • Reis C., Siebenhaar B.: Befähigen statt aktivieren (2015)
  • Röh D.: Soziale Arbeit, Gerechtigkeit und das gute Leben (2018)
  • Volkert V.: Der Capability-Ansatz als gesellschaftspolitischer Analyserahmen (2014)
  • Sack M., Sachsse U., Schellong J.: Komplexe Traumafolgestörungen: Diagnostik und Behandlung von Folgen schwerer Gewalt und Vernachlässigung, Schattaue, 2013
  • Gysi J.: Diagnostik von Traumafolgestörungen, hogrefe, 2020
  • Porges Stephen W., Deb D.: Klinische Anwendungen der Polyvagal-Theorie, G.P. Probst Verlag, 2019, weitere Literatur zur Polyvagaltheorie
  • Zuaboni G., Schulz M., Löhr M.: Recovery Colleges: Gemeinsam psychische Gesundheit und soziale Teilhabe durch Bildung fördern. Kerbe 2020, 1:25-27.
  • Zuaboni G., Burr C., Winter A., Schulz M.: Recovery und psychische Gesundheit: Grundlagen und Praxisprojekte, vol. 1, 1. Auflage edn. Köln: Psychiatrie Verlag; 2019.
  • Barker PJ., Buchanan-Barker P., Zuaboni G., Burr C., Schulz M. (eds.): Das Gezeiten-Modell der Kompass für eine recovery-orientierte, psychiatrische Pflege, 2., überarbeitete und erweiterte Auflage, Bern: Hogrefe Verlag; 2020.

 

 

 

 

Hackathon

 

Am Vormittag des 12. Mai 2021 haben Betroffenen, Fachpersonen, Arbeitnehmerinnen und Arbeitsnehmern, Interessierten sowie Wisli-Mitarbeitenden am ersten Hackathon der psychischen Gesundheit gemeinsam nach innovativen Lösungen gesucht. Die gemischten Team erarbeiteten online  Antworten auf folgende Fragen:

 

Gruppe 1

  • Wie möchten/können betroffene Menschen bezeichnet werden: Als Menschen mit Behinderung/Beeinträchtigung? Als Menschen mit psychischen Erschütterungen oder körperlichen/kognitiven Einschränkungen?  Frage von INSOS Zürich gestellt.

  • Wie sehen sich betroffene Menschen gegenüber ihrer Institution? Als Klientin/Klient? Als Kundin/Kunde? Als Teilnehmerin/Teilnehmer? Als Leistungsbezügerin/Leistungsbezüger? Als Bewohnerin/Bewohner? Als Mitarbeiterin/Mitarbeiter?  Frage von Stiftung Wisli gestellt.

Gruppe 2

  • Welche Erwartungen haben betroffene Menschen, haben Institutionen an Verbände wie INSOS Zürich? Generell, aber auch mit Blick auf den geplanten Zusammenschluss mit Curaviva Zürich?  Frage von INSOS Zürich gestellt.

  • Wie stehen betroffene Menschen, wie stehen die Institutionen dem Begriff „Inklusion“ gegenüber? Was verstehen sie darunter? Welche Wünsche und Erwartungen verbinden sie damit? Und was stört sie allenfalls auch am Begriff oder an den Diskussionen darüber? Frage von Stiftung Wisli gestellt.

  • Was benötigen Betroffene, damit sie sich eigenverantwortlich und selbstbestimmt aktiver in die politische/gesellschaftliche Diskussion einbringen können? Frage von Pro Mente Sana gestellt.

Gruppe 3

  • Wo liegen die Stärken von psychisch beeinträchtigten Menschen als Arbeitnehmer? Gibt es einen "USP", der sie von "Bittstellern" zu gesuchten Mitarbeitenden macht? Wie sehen dies Arbeitgeber, die sich aktiv an der Arbeitsintegration beteiligen?  Frage von einem Experten der HSLU gestellt.

 

Die drei Arbeitsgruppen haben folgende Antworten im Hackathon erarbeitet.
Wir danken allen Teilnehmenden des Hackathon für das grossartige Engagement und den kollaborativen Spirit!

 

Was ist ein Hackathon?

Ein Hackathon ist ein kollaborativer Innovationsworkshop. Die Stiftung Wisli hat am 12. Mai 2021 den ersten seiner Art zum Thema psychische Gesundheit durchgeführt. Innerhalb von zwei Stunden entwickelten bunt zusammengewürfelte Teams gemeinsam nützliche, kreative und zukunftsfähige Lösungen für vorgegebene Fragestellungen. Diese stammten von verschiedenen Organisationen sowie Expertinnen und Experten. Die Ergebnisse des Hackathons wurden den Referentinnen und Referenten  des Symposiums präsentiert und mit ihnen erörtert.  

 

Moderation Hackathon: Andrea Rüegg und Martin Bieber
Idee, Konzepte und Realisation Symposium/Hackathon: Andrea Rüegg, Leiterin Marketing und Kommunikation, Stiftung Wisli