Recovery bei Wisli

Der Begriff «Recovery» wurde anfangs der 80-/90er Jahre von Betroffenen geprägt, die sich mit ihren eigenen psychischen Erkrankungen auseinandersetzten und daran glaubten, dass sie der Erkrankung nicht hilflos ausgeliefert sind. Recovery steht für die Überzeugung, dass es trotz psychischer Erschütterung oder Lebenskrise möglich ist, ein selbstbestimmtes, befriedigendes und hoffnungsvolles Leben zu führen, trotz gelegentlicher Rückschläge. Recovery kann aus diesem Grund als Weg zur Gesundung und zu einem erfüllten Leben gesehen werden, das auf dem Erkennen der eigenen Stärken beruht und von Selbstbefähigung und Selbstwirksamkeit geprägt wird.

 

Die Stiftung Wisli hat im Jahr 2018 den Recovery-Ansatz offiziell eingeführt, jedoch bereits davor erste Projekte in diese Richtung initiiert. Menschen mit psychischen Erschütterungen, die sich der Stiftung anvertrauen, sollen individuell gefördert werden. Wir unterstützen sie dabei, aktiv und selbstbestimmt wieder am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. So wurden die Fachmitarbeitenden in verschiedenen Weiterbildungsveranstaltungen auf dieses Thema sensibilisiert und werden nun fortlaufend geschult. Sie sollen künftig gemeinsam mit Genesungsbegleiterinnen und -begleitern (Peers) den Betroffenen innerhalb der Stiftung zur Seite stehen.

2020

Die Durchführung der freiwilligen und anonymen Zufriedenheitsumfrage der Wisli Mitarbeitenden wurde im Sinne von Recovery von den Mitarbeitern des Werkstattempfanges kommuniziert, organisiert und begleitet. Die 147 Rückmeldungen (60%) wurden von Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Bürozentrums digital erfasst und statistisch ausgewertet. Neben einer erfreulichen Gesamtzufriedenheit (70% gut - sehr gut) zeigt die Umfrage auch zahlreiche Verbesserungsvorschläge. Diese werden in den kommenden Wochen geprüft und wenn möglich umgesetzt.

2020

Die Stiftung Wisli nimmt erstmals bei der Gesundheitsaktion "bike to work" teil. Alle 10 Teams sind gemischt und bestehen aus Fachmitarbeitenden, Klientinnen und Klienten.

Das Buch der Textwerkstatt

2020

Anstellung von Genesungsbegleiterinnen im Bereich Arbeit und in der Geschäftsstelle als Projektmitarbeiterinnen. Sowie Aufbau einer Peer-Ausbildung für Wisli-Klientinnen und -Klienten.

2020

Die Stiftung verabschiedet die neue Strategie 2020 - 2023, das neue Leitbild sowie die neuen Stiftungswerte. Alle Menschen, die Wisli ausmachen, haben bei diesem Strategieprojekt mitgearbeitet.

Mehr zu den Wisli-Werten.

Das Buch der Textwerkstatt

2020

Der Weiterbildungszyklus «In Würde zu sich stehen» wird für Teilnehmende von We-Care Arbeitsintegration angeboten. Bemerkenswert ist, dass dieses Seminar von einer «Peer», also selbst Betroffenen, geleitet und durchgeführt wird. Ein zweiter Zyklus für die anderen Bereiche der Stiftung ist in Planung.

2020

Die Stiftung ruft den Wisli-Rat ins Leben. Er wird einmal pro Monat in den Tagesstätten Bülach und Opfikon abgehalten und soll Raum für Meinungen, Bedürfnisse und Verbesserungsvorschläge bieten. Die Mitglieder arbeiten an konkreten Fragestellungen und/oder übernehmen organisatorische Aufgaben. Durch diese Arbeit wird die Gesundung der Teilnehmenden gefördert sowie ihre Selbstwirksamkeit gestärkt.

Das Buch der Textwerkstatt

2019

Vor den eidgenössischen Wahlen im Herbst 2019 wird ein Workshop für Klientinnen und Klienten unter dem Titel «Wählen in einfacher Sprache erklärt» angeboten.

Das Buch der Textwerkstatt

2019

Die Stiftung feiert ein grosses Sommerfest mit allen Klientinnen und Klienten sowie Fachmitarbeitenden ganz im Sinne von Recovery.

Das Buch der Textwerkstatt

2019

Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UNBRK) innerhalb der Stiftung. Die Recovery-Projektgruppe wird ins Leben gerufen, welche Massnahmen und Projekte prüft und umsetzt. Die Zusammenarbeit mit den Branchenverbänden im Hinblick auf den Aktionsplan UNBRK wird intensiviert. 

2019

Ernennung von Barbara Köberle zur ersten «Recovery-Beauftragten».

Das Buch der Textwerkstatt

2018

Auseinandersetzung mit dem Recovery-Ansatz und dessen Einführung als Grundhaltung in der Stiftung Wisli

2015

Radio Schrägformat nimmt den Betrieb auf. Menschen mit psychischer Beeinträchtigung produzieren Sendungen, welche einmal pro Monat auf Radio Stadtfilter ausgestrahlt werden.

Das Buch der Textwerkstatt

2008

Rose und Claus Herger gründen die Textwerkstatt. Betroffene finden einen neuen Umgang mit sich selbst und ihrer Krankheit durch die Auseinandersetzung mit der Sprache.
Das Buch: "Vom Verstummen zur eigenen Sprache - Wisli Textwerkstatt" kann online bestellt werden.

Das Buch der Textwerkstatt